Über mich

Lernen – Backen – Kochen – Reisen – Quatsch – rausinsFreie – Sprachen – Joggi – Filme – Träumen – Irrsinn – Dorfkind – Action – Introversion

Dies die Würze in der Kürze. Wenn du Zeit hast, scroll gern weiter, aber ich hab dich gewarnt ……… 😉

 


 

 


 

Watch it! Jetzt wird’s lang, ich spür’s im kleinen Zeh.

Ein ganz gewöhnlicher Start ins Leben

Über mein Leben vor meinem 20. Geburtstag gibt’s nicht viel Außergewöhnliches zu berichten. Ich bin in einer tollen 6-köpfigen Familie in einem Dorf auf der schönen Schwäbischen Alb aufgewachsen (ist echt schön hier!). Meine Eltern sind beide Christen und bei uns im Dorf in der Landeskirche am Start. Also habe ich eine gute christliche Erziehung genossen und bin ich schon von klein auf in jede erdenkliche kirchliche Gruppe gegangen (Kinderstunde, Jungschar, Jugendkreis, you name it). Fußball hätte ich zwar auch gern im Verein gespielt, aber man kann ja nicht alles haben. 😉

Einen Einschnitt in meinem Leben gab’s mit knapp 7 Jahren, da habe ich mein Leben dem Jesus gegeben. Irgendwie hatte ich davor gecheckt: Ich bin ein Sünder und ich brauche Vergebung. Und dann hab ich das dem Jesus so gesagt und danach wusste ich: Ich bin jetzt ein Kind von Gott, eine Prinzessin. 😀 Voll süß, oder? 🙂

Meine Verwandtschaft wird von Jesus verändert

Naja, so arg viel hat sich danach nicht geändert. Das kam erst mit dem Alter. 😀 Als ich nämlich so ungefähr 16 war, hat eine meiner Tanten damit angefangen, voll übel mit Gott abzugehen („übel“ ist hier durchweg positiv gemeint 😀 ). Also, sie sagte dann so Sachen wie: „Gott hat mir gesagt … Und dann hat Gott das und das gemacht … “ Und sie hat nicht nur so geredet, sondern auch richtig beeindruckend gelebt – also, das war sowas von echt. Ich hab das alles aufgesogen und gedacht: „Alter, die hat was, davon kann ich nur träumen.“ („Alter“ war damals noch nicht mein Sprachgebrauch, aber so in der Art halt.) Und: „Man kann Gott also immer noch voll erleben.“

Ein bisschen später hat sich mein Bruder voll verändert (der war immer wieder so ein bisschen gemein zu mir – großer Bruder, kleine Schwester 😀 ), hat sich taufen lassen, voll von Gott geredet und war auf einmal voll liebevoll zu mir. Da hab ich mir gedacht: „Was geeeeeht?“

Hunger nach Gott

Das hat Prozesse in mir angestoßen: Was in der Bibel steht, von den Aposteln, wie die abgegangen sind mit Heilung, Wunder, Gott redet und so, das gibt’s heute noch! Da ist noch so viel, viel mehr von Gott zu erleben, als ich bisher kenne. Ich will das auch! Aber keine Ahnung, wie ich da hinkomme. Aaaah… keine.Ahnung.wie.ich.da.hinkomme!!!! Ich hab gefühlt alles in meinem KOPF über Gott gewusst, aber so ne echte, persönliche Beziehung wie zu einem Freund sah anders aus.

Was in der Bibel steht, Heilung, Wunder, Gott redet und so, das gibt’s heute noch!

Ende vom Lied: Ich hatte soooo Hunger danach, Gott kennenzulernen. Ich hatte genug davon, die Bibel zu lesen und über Gott zu reden. Ich wollte ihn erleben und verändert werden. Deshalb habe ich zu ihm gesagt (kann man ja zum Glück ohne weitere Komplikationen machen): „Bitte bring mich an den Ort, wo ich dich am besten kennenlernen kann.“

Gott erlebt – Wer sucht, der findet

Und dann bin ich in Toronto gelandet. Bäm. Nach dem Abi. Das war eine 5-monatige Schule, in der’s ums Herz, Herzensheilung, den Charakter Gottes, Persönlichkeitsentwicklung, Wirken im Reich Gottes etc. ging, und das war der Knaller. Das war einfach der richtige Ort für mich zur richtigen Zeit. Ich hab echt Gott gefunden und erlebt. Diese Zeit hat meinen Glauben und meine Persönlichkeit zutiefst geprägt. Wenn ich jetzt manchmal noch eine schwierige Zeit habe und Gott nicht versteh, werde ich an das erinnert, was ich mit Gott da erlebt habe und dann kann ich wieder klar sehen. In Toronto hat Gott mein Glaubensfundament gelegt. (Ich hab auch einfach alles mitgenommen, was ich konnte. Alles. 😀 )

Ich hab dann nochmal spontan (und zwar vollkommen spontan, nochmal so ne abgefahrene Story) 1 Jahr auf die 5 Monate draufgelegt, war also insgesamt 1,5 Jahre im schönen Kanada. (Hach, so ein schönes Land, wirklich. Geht da mal hin, wenn ihr könnt. Nein, ich krieg kein Geld für die Werbung.) Und es war richtig, richtig irre, was ich da mit Gott erlebt habe und was ich alles gelernt und wie ich mich entwickelt habe.

Tjaaa, sorry, Leute, ich kann’s einfach nicht kurz machen. Da müsst ihr jetzt durch … 😀

Zurück nach Deutschland

Irgendwann muss man sich ja dann mal überlegen, wie es danach weitergeht. Und ich hab’s schon immer geliebt, Gott alles hinzulegen. Das hab ich auch in Kanada gemacht und meinte zu Gott: „Herr, ich geb dir mein ganzes Leben, ich geh auch nicht studieren und bleib in Kanada und mach ein Praktikum und lern hier von dir, wenn du das willst. Du kannst alles von mir haben.“ An genau dem Abend, als ich so alles Gott hingelegt habe und bereit war, nicht nach Deutschland zurückzukommen, redete er so glasklar zu mir – das hätte sogar ein Blinder und Tauber gerafft – dass ich zurück nach D-Land soll.

Ich hab Rotz und Wasser geheult. 😀 Aber gut, dann war das klar. Und die Sache ist ja die, wenn Gott mal 100% klar redet (kommt ja nicht unbedingt immer sooo mega deutlich vor), dann ist es auch viel leichter, was Gutes zu erwarten, und ich wusste dann: Das passt schon.

Die abgefahrene Option, nicht studieren zu gehen

Also dachte ich, na, dann geh ich halt studieren. Aber da hat Gott mich zurückgewunken (bin bisschen schnell übers Ziel hinausgeschossen) und mir eine zweite Option statt Studium aufgetan: Lebensfokus /-zentrum nicht mein Beruf, sondern meine – wie sagen wir Christen so schön – „Berufung“ (hatte kein Plan, wie auch immer das aussieht). Bedeutet:

  1. Vertrauen, dass ich auch ohne nen Fokus auf nen Beruf was zu tun habe.
  2. Vertrauen, dass Gott auch ohne nen Beruf für meine materiellen Bedürfnisse sorgt.

(Nur fürs Protokoll: Nochmal ne abgefahrene Story, die pack ich mal in den Stories-Teil rein. Falls du vorher Fragen dazu hast, lass mir einfach nen Kommentar da.)

Alteeeeer, hatte ich Schiss. (Ich sag’s euch, die Zeit, bis meine Entscheidung stand, wie’s weitergeht, war die übelste Zeit meines Lebens. Hoffentlich muss ich nie, nie wieder durch so ne Dreckszeit durch. :P) Aber das Abenteuer habe ich schon immer geliebt. Mittlerweile hatte ich auch erlebt, wie gut Gott für einen sorgt und dass er die vertrauenswürdigste Person ist, ever. Und studiert hätte ich eh nur, weil mir sonst nichts Besseres eingefallen ist, und das auch nur mit dem Gedanken: „Das mache ich höchstens 10 Jahre, dann mache ich was Anderes.“ Also: Kein Studium. Zurück ins Dorf. Zurück zu Mama und Papa. Und keine Ahnung, wie’s jetzt weitergeht. Echt jetzt.

Gedanklicher Exkurs: Leichtsinn oder nicht Leichtsinn?

Falls du dir jetzt überlegst: Hast du eigentlich einen Schaden, Mirjam? Du kannst doch nicht einfach … Nichts machen … Kann ich verstehen. 🙂
Es gibt zur Beurteilung meiner Zurechnungsfähigkeit nur zwei Möglichkeiten:

  1. Ich hab mir das eingebildet und Gott hat nicht geredet bzw. Gott hat was anderes gesagt und ich habe ihn falsch verstanden. In diesem Fall gehe ich leichtsinnig und naiv mit meinem Leben und meiner Zukunft um und stelle minimalen Irrsinn zur Schau. Grins.
    Oder
  2. Gott hat da wirklich geredet und gesagt, dass das für mich klargeht ohne Beruf und dass er für mich sorgen wird. Und in diesem Fall bin ich ziemlich vernünftig unterwegs – sogar viel sicherer als ohne Beruf – weil, den kann man ja theoretisch verlieren. Ne Berufung eher nicht. Und Gottes Treue sowieso nicht. Verstehst du, wie ich denke?

Mein Leben wird zeigen, ob ich auf Kanal Nr. 1 oder Nr. 2 unterwegs bin. 🙂 Und offen gesagt habe ich schon genug gesehen in den letzten Jahren um zu wissen, dass Gott mich nicht hat hängen lassen.

Gute Früchte werden sichtbar

Zuerst ist ganz viel in meinem Herzen passiert (viele Lügen aus meiner Vergangenheit entlarvt und entmachtet, mein Dorf und die Menschen lieben gelernt). Am Anfang hatte ich auch mega viel Zeit, und Gott hat mich „zufälligerweise“ über Bücher und Teachings stolpern lassen, die noch eine Stufe tiefer gingen als Toronto (hätte ich ja nicht für möglich gehalten 😀 ) – Das heißt, viel von dem Zeug, worüber ich schreibe und von den Büchern, die ich euch empfehle, kommen aus solchen Zeiten, in denen ich sonst nicht viel zu tun hatte, außer mich mit dem zu beschäftigen, was vor meiner Nase war. Und das war alles Zeug, das mich geprägt und verändert hat, das heißt, ich schreibe nur, was ich selbst als gewinnbringend und lebensverändernd erlebt habe.

Nuja, nach 3 Monaten habe ich ein Jobangebot als Nachhilfelehrerin bekommen – hab mich nicht mal beworben, voll irre. 🙂 Das mache ich bis heute und es macht mir meistens voll Spaß. Ein Jahr später habe ich – ebenfalls ohne dass ich was dafür getan habe – Connections zu einem Verlag bekommen, für den ich Bücher übersetzen kann, wenn ich will. Außerdem habe ich noch eine Gemeinde, die mir geldtechnisch den Rücken stärkt. → Fürs leibliche Wohl ist gesorgt. 🙂

Ich habe gesehen, dass Gott für mich sorgt. Finanziell, obwohl ich keinen Beruf habe. Und geistlich, obwohl ich in einem kleinen, unbekannten (wunderschönen) Dorf sitze.

Und so lebe ich seit einigen Jahren. Immer auf der spannenden Reise herauszufinden, was gerade dran ist und zu entdecken, was Gott im Moment macht. Und im Vertrauen, dass er es mich mitkriegen lässt. Und in der Zuversicht, dass ich nicht zu kurz komme. 🙂 Hat funktioniert. 🙂

Es ist eine Herausforderung, aber eine Gute, und ich liebe es (meistens) und ich würde mich wieder so entscheiden. 🙂

Und daaaaann habe ich diesen Blog angefangen, den es so bestimmt (noch) nicht geben würde, wenn ich mich für die andere Option mit dem Fokus auf einem Beruf entschieden hätte. Dieser Blog trifft etwas, was mir voll auf dem Herzen liegt und widerspiegelt einen Teil meines Weges in den letzten Jahren. Weil ich nicht die einzige sein will, die von meiner abgefahrenen Entscheidung damals profitiert, schreibe ich hier mein Zeug. 😉 Und ich mag dich gern mit auf den Weg nehmen, wenn du das auch willst. Vielleicht können wir ja ein Stück zusammen unterwegs sein. 🙂

Warum so eine lange Geschichte?

Sodele, warum habe ich jetzt diesen Roman hier erzählt?

  1. In den Über-mich-Seiten schreiben die Leute meist ihren Namen, ihren Beruf und was sie sonst noch gern machen. Das mit dem Beruf ist ein bisschen schwierig bei mir, weil ich ja keinen gelernt habe. Ich muss eigentlich immer ne Story dazu erzählen.
  2. Und ich wollte euch gern einen Einblick in meine Lebenssituation geben, damit ihr mich ein bisschen kennenlernt und verstehen könnt, wie ich so drauf bin.

So viel zu meinem bisherigen Leben. 🙂 Wahnsinn, du hast das echt alles gelesen. 🙂 (Oder hast du gescrollt? 😉 )

Vergleiche dich nicht mit mir – sei treu in dem, was Gott dir gegeben hat

Noch ein kleines Wort zum Schluss:

Wie gesagt, ich habe dir meine Story erzählt, damit du mich kennenlernst. Das heißt aber nicht, dass meine Lebensgeschichte die optimale Version beschreibt, wie Gott sich ein Leben vorstellt. Es heißt auch nicht, dass man ein Studium oder einen Beruf hinschmeißen muss, um Gott ganz zu dienen. Bei mir sieht es halt so aus, und ich hätte es nie so gemacht, wenn ich’s nicht glasklar von Gott so bekommen hätte. Ich bin einfach treu, in dem was Gott mir gegeben hat. 🙂

Und wenn Gott es dir gegeben hat, für ihn Immobilienmakler, Bäckereiverkäufer, Chemiker, Psychologe, Physiotherapeut oder Erzieher zu werden, dann macht es ihm die größte Ehre, wenn du darin treu bist. Capisch? 🙂

Aber vielleicht …………………… hat Gott für den einen oder anderen auch ein von der Normalität abweichendes Leben bereit…? 😉

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