Voller bedingungsloser Liebe

Wir sind berufen, bedingungslos zu lieben, weil unser Gott bedingungslos liebt. Und das geht nur, wenn wir bei ihm Liebe auftanken.

Krassester Lebensstil, wenn einen die Liebe antreibt

Gestern hab ich mal wieder Todd White auf YouTube angehört. Der Mann inspiriert mich dermaßen! Der strahlt die Liebe Gottes aus allen Knopflöchern. Ich liebe es, wie sein Leben so radikal verändert wurde von Gottes Liebe, und wie er jetzt überall die Welt verändert. (Mal auf YouTube „Todd White Testimony“ eingeben oder einfach nur „Todd White“ eingeben, da kann man auf nichts Falsches klicken. ) Sein Leben ist echt richtig krass.

Aber wisst ihr, was ich denke, wenn ich seine Stories anhöre? Ich denke: „Er hat einfach so viel von Gottes Liebe empfangen, dass er nicht anders kann, als es rauszulassen.“ Jeder der in seine Nähe kommt, kriegt was ab, ob’s ihm gefällt oder nicht.“

Und dann denke ich: Es reicht mir nicht, anderen Leuten zuzuschauen, wie sie die Welt rocken, weil ich weiß: Das ist auch meine Berufung. Und ich hab schon Liebe von Gott empfangen. Aber irgendwie geht sie mir des Öfteren aus. 🙂 Ich glaube, ich brauche das täglich, jede Sekunde Liebe von Gott zu empfangen, sonst habe ich nichts zu geben.

Gott ist Liebe – Wir auch?

Johannes schreibt: Gott ist Liebe. (1.Johannes 4,16)

Meine Lieben. Wir können den Menschen nicht erzählen, dass Gott Liebe ist. Wir müssen die Liebe sein. (Wir sind nämlich Gottes Repräsentanten auf der Erde.)

Vor ein paar Tagen habe ich auf Facebook einen Post von einem bekannten Cartoonisten gelesen. Darin hat er geschrieben, dass – ich paraphrasiere – ein anderer Nutzer einen seiner Cartoons dauerkommentiert und gefordert hätte, in seinen Cartoons mehr Respekt für Gott zu zeigen. Der Cartoonist sagte, gläubige Menschen würden Respekt für ihre Überzeugungen fordern, aber täten nichts, um diesen zu verdienen. Deshalb würden sie von ihm keinen Respekt verdienen und sollten – mit meinen Worten – gefälligst die Klappe halten.

Das zu lesen hat mich echt ein bisschen aufgewühlt. Nicht wegen dem Cartoonisten, sondern wegen dem Dauerkommentierer. Das war keine gute Repräsentation von unserem Papa im Himmel. Also, gar nicht gut. Überhaupt nicht gut. Überhaupt nicht das Herz des Vaters für diesen Cartoonisten widerspiegelnd. Da steckte keine Liebe drin.

Wir dürfen nicht sagen „Gott ist Liebe“ und dann irgendwas Liebloses machen. Wir müssen die Liebe sein.

Wir müssen die Liebe sein.

Liebe sein durch Liebe tanken

Aber wie kann man die Liebe sein? Vor allem, wenn man selbst so wenig Liebe hat?

Antwort: Es geht nicht. Wenn man wenig Liebe hat, kann man nicht die Liebe sein. Is nisch möglisch.

Aber Johannes hat nochmal eine Weisheit für uns: Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat. (1.Johannes 4,19)

Stichwort zuerst. Zuerst liebt Gott uns. Und das Resultat ist dann, dass wir auch lieben.

Anders betrachtet heißt das auch: Ich liebe nicht, weil du lieb zu mir bist. Und ich liebe auch nicht, weil du mich gut behandelst. Und ich liebe auch nicht, weil wir einer Meinung sind. Sondern ich liebe, weil Gott mich geliebt hat. Pups, was du tust.

Das heißt, dass ich in jeder Situation fähig bin, in Liebe zu reagieren, egal wie verletzend diese oder jene Worte oder Taten waren. Weil: Gott mich geliebt hat.

Ich liebe nicht, weil du lieb zu mir bist. Sondern ich liebe, weil Gott mich geliebt hat.

Eingepacktsein in Liebe schützt vor Verletzungen und produziert wieder Liebe

Ihr Lieben, ich weiß, dass das geht.

Ich weiß noch, wie ich vor einigen Wochen mal eine riiiichtig gute Zeit mit Gott hatte (beim Journaln, siehe das da) und total eingeseift mit seiner Liebe nach Hause gefahren bin. Ich hab mich so unfassbar geliebt gefühlt, aaaaaaah!!!

An diesem Abend hatte ich ein Gespräch mit einer Person, die mir total lieb ist, aber in dem Gespräch musste ich mir ein paar Vorwürfe und Unsicherheiten und Forderungen anhören. Und ich garantiere euch, im Normalfall wäre ich total angepisst und verletzt gewesen. Und wahrscheinlich hätte ich auch angefangen zu heulen (wie immer, wenn ich verletzt oder wütend bin 🙂 ).

Aber an diesem Abend ging’s mir total gut. Kein einziges Wort hat mir weh getan. Es war wie wenn ich in Schaumstoff eingepackt war und kein einziger Pfeil durch diese Schaumstoffschicht durchkam. Ich war in die Liebe Gottes eingepackt wie in Watte, und kein Wort hat mir etwas ausgemacht. Ich hatte total den Frieden. Und mehr noch sogar: Ich hab mit meinem Gegenüber mitfühlen können und mich in es hineinversetzen können und allem zuhören können und geduldig und in Liebe geantwortet. Wir waren danach im Herzen verbunden. Wir mussten uns nicht versöhnen, weil wir nicht gestritten haben. Es war sooo gut.

Irre, oder? 😀 Also, ich finde das irre.

Aber das war nur möglich, weil ich so voll von Gottes Liebe war. An jedem anderen Tag wäre aus dem Gespräch ein Desaster geworden. (Glaubt mir, ich weiß, wovon ich spreche. )

Wenn keine Liebe in mir ist, dann muss ich erstmal bei Gott tanken gehen.

Liebe bei Gott tanken ist der Schlüssel

Wenn ich mir vorstelle, dass ich jeden Tag so viel Liebe bei Gott auftanke wie an diesem Tag, dann ist es ja wurst, was alles passiert, wer mir krumm kommt oder was weiß ich was von mir will – dann bin ich unantastbar, und alles, was aus mir rauskommt, ist Liebe.

Alter. 😀

Der Schlüssel ist eben, dass wir zuerst Gottes Liebe empfangen müssen. Todd White erzählte mal, dass er in sein Schlafzimmer geht, sich hinkniet mit der Bibel vor sich und zu Gott schreit: „Ich muss dich kennen, Vater!“ Ich wette mit euch, dass es diese Schlafzimmer-Zeiten sind, die den Unterschied machen.

Ich würde sagen, Todd White hat gemeistert, was es heißt, von Gott geliebt zu sein. (Also, ihr checkt das schon, wie ich das meine, oder? Wir sind ja alle von Gott geliebt. Aber wenn wir das nicht wissen bzw. wir uns dessen nicht bewusst sind, dann ändert es auch nichts.)

Und wisst ihr, ich habe gecheckt, dass es nicht reicht, einmal in der Woche eingeseift zu werden mit Gottes Liebe. Ich brauche sie j.e.d.e.n e.i.n.z.e.l.n.e.n Tag und zwar in allen 24 Stunden. Ich habe sie übel nötig.

Was kommt raus, wenn man einen Christen presst?

Ich mag diesen Vergleich:

Wenn man einen Apfel presst, was kommt raus? – Apfelsaft. (Ich weiß, total schwierige Antwort. )

Wenn man eine Orange presst, was kommt raus? – Orangensaft.

Wenn du eine Orange presst, und es kommt Apfelsaft dabei raus, dann wäre das ECHT KOMISCH.

Warum ist es nicht komisch, dass wenn man einen Christen presst, was anderes rauskommt als Jesus? Warum ist es nicht komisch, dass wenn man einen Christen presst, was anderes rauskommt als Liebe?

Es reicht eben nicht, einmal die Liebe Gottes zu empfangen. Wir müssen sie soooooo permanent empfangen, dass wenn es Druck von außen gibt, nur die Liebe, nur der Jesus, aus uns rauskommt.

Wir sind alle berufen, in bedingungsloser Liebe zu laufen

Und es reicht nicht, dass ein Mann mit Dreadlocks auf der Erde rumläuft und bedingungslos die Menschen liebt. Wir alle sind berufen, so viel bedingungslose Liebe von Gott zu empfangen, dass wir die Menschen bedingungslos lieben (geht auch ohne Dreadlocks).

Wir alle sind berufen, so viel bedingungslose Liebe von Gott zu empfangen, dass wir die Menschen bedingungslos lieben.

Ach Leute, ich hab so Sehnsucht danach. Und ich habe auch zu Gott gesagt, ich will so lieben lernen. Und wisst ihr was, Gebet erhört. Ich bin nämlich grad im ultimativen Training. 🙂 Ich berichte euch über berichtungswürdige Fortschritte.  Möge irgendwann mal nur noch der Jesus aus mir rauskommen, wenn da Druck auf mich kommt. (1.Johannes 4,18)

2.Korinther 13,13. Eure Mirjam


Beitragsbild: Milada Vigerova