Kingdom III – Geschichtlicher Überblick: Das Reich Gottes breitet sich immer weiter aus

Heute schreibe ich, um ein wenig den Blick zu öffnen dafür, dass wir allen Grund haben, optimistisch zu sein. Wir werfen einen Blick auf die Geschichte, um zu sehen, ob  sich das Reich Gottes seit 2000 Jahren tatsächlich immer weiter ausgebreitet hat, wie Jesus vorhersagte.

Es liegt in der Natur von Gottes Königreich, dass es sich unaufhörlich ausbreitet

Jesus sagte nämlich, sein Reich würde zwar klein beginnen, aber nicht zu stoppen sein. Irgendwann würde es die ganze Welt ausfüllen: Guckst du hier, hier und hier. (Das sind Links zu Matthäus 13,31-32, zu Matthäus 13,33 und zu Daniel 2,35 und 2,44.)

Das Reich Gottes breitet sich unaufhörlich aus? Echt? Würdest du dem zustimmen, wenn du in die Weltgeschichte blickst?

Vor nicht allzu langer Zeit hätte ich darauf geantwortet mit: „Najaaaa … das Christentum hat sich schon sehr verbreitet seither, aber ‚hell‘ ist die Welt trotzdem nicht.“ Daher hat es meine Perspektive ziemlich geändert, die Zahlen und Daten zu hören. Wenn du ein paar historische Fakten zur Verbreitung von Gottes Reich sehen willst, lies einfach weiter. (Achtung, ist ein kliiitzekleines bisschen mehr Text als sonst – aber ich verspreche, dass es sich lohnt. 😉 )

Das Folgende ist ein Ausschnitt aus Jonathan Weltons Buch „Normal Christianity“, den ich mit freundlicher Genehmigung benutzen darf. *thumbsup* (Er zitiert aus mehreren Quellen. Ich führ sie unten an.)

 

Zahlen und Fakten

Viele […] Christen haben keine optimistische Sichtweise auf die Zukunft, weil es ihnen an Perspektive bezüglich der Vergangenheit mangelt. Wenn sie zurückschauen, denken sie, sie sehen die guten alten Zeiten. Mit einem besseren Verständnis der Geschichte werden wir jedoch sehen, dass sich Gottes Königreich kontinuierlich ausbreitete.

Damit wir diesen Fortschritt sehen können, lass uns einen Blickwinkel weiter oben einnehmen, von dem aus wir auf den Verlauf der Geschichte blicken können. Wie das Leben heute ist, wissen wir, doch lass es uns nun mit den gesellschaftlichen Verhältnissen in der Vergangenheit vergleichen. (Das Folgende stammt von dem Erfolgsautor Harold Eberle.)

USA

Beginnen wir mit einer Momentaufnahme, wie das Leben in den Vereinigten Staaten vor 200 Jahren aussah. Im frühen 19. Jahrhundert gab es ungefähr fünf Millionen Menschen, die eingewandert oder Nachfahren von Einwanderern waren, aber 20 Prozent von ihnen waren Sklaven. Das Alter, in dem man heiraten durfte, lag in den meisten Staaten bei 9 oder 10 Jahren. Abtreibung war den größten Teil des 19. Jahrhunderts hindurch legal, und aus Aufzeichnungen wissen wir, dass über ein Fünftel aller Schwangerschaften abgetrieben wurde. Dabei hatte Michigan die höchste Abtreibungsrate von 34 Prozent. Prostitution war in New York City alltäglich mit schätzungsweise einer Prostituierten auf 64 Männer; der Bürgermeister von Savannah schätzte, dass in seiner Stadt eine Prostituierte auf 39 Männer kam.

Tausende Menschen zogen nach Westen, und viele hatten erst Jahre nachdem sie sich niedergelassen hatten und örtliche Gemeinden entstanden waren, offizielle Kirchengebäude, in denen sie Gottesdienst feiern konnten. Zehntausende Ureinwohner wurden ermordet oder von ihrem Land vertrieben. Tausende Chinesen wurden als Zwangsarbeiter eingesetzt. Als in verschiedenen Gebieten im Westen Gold entdeckt wurde, setzten Goldräusche ein, die niederträchtige und gefährliche Gemeinden hervorbrachten. Viele Menschen im Westen trugen aus Selbstschutz Waffen, weil Mord zum Alltag gehörte. Nirgendwo in den Vereinigten Staaten durften Frauen wählen, und überall war es Männern gesetzlich erlaubt, ihre Frauen zu schlagen, solange sie sie nicht verstümmelten oder umbrachten. Alkoholismus kam häufiger vor als heute. In den Vereinigten Staaten ging es weder moralisch, noch ethisch oder geistlich besser zu.

Natürlich gab es gottesfürchtige Personen, die das Fundament der US-amerikanischen Regierung legten, aber das moralische und ethische Klima Amerikas war viel schlimmer als heute. Die guten alten Zeiten waren nicht so besonders gut.

Mittelmeerraum vor 2000 Jahren

Lass uns noch weiter in der Zeit zurückgehen und eine Momentaufnahme der ganzen Welt vor 2.000 Jahren machen, als Jesus ein Kind war. Das Römische Reich beherrschte die Zivilisation. Es konzentrierte sich auf Europa, den Nahen Osten und Nordafrika. In Italien bestand schätzungsweise 40 Prozent der Bevölkerung aus Sklaven. Homosexualität war über das ganze Römische Reich hinweg an der Tagesordnung, insbesondere zwischen Sklavenbesitzern und ihren Sklaven. Üblicherweise wurden missgestaltete und schwache Kinder umgebracht; manchmal wurde Kindsmord aus keinem anderen Grund verübt, als dem, dass das Kind ein Mädchen war. Die meisten Römer und Griechen beteten viele Götter an wie Jupiter, Juno und Neptun. Menschen wurden in den römischen Arenen regelmäßig zu Tode gemartert oder von wilden Tieren zerfleischt. Die größten Denker der Zeit fanden an diesen Praktiken nichts Falsches.

Weltweit

Ernest Hampden Cook schrieb in seinem Buch The Christ Has Come:

Tatsache ist: So schlecht die Welt noch ist, ist sie doch moralisch bei weitem besser als sie es war, als Jesus in Bethlehem in Judäa geboren wurde … Wenige Menschen haben heutzutage eine hinreichende Vorstellung von dem Elend und der Erniedrigung, die damals das gemeinsame Los beinahe der gesamten Menschheit war, das die abscheuliche Bösartigkeit zu jener Zeit den ständigen Kriegen, den Gewalttaten der politischen Willkür und überall herrschender Sklaverei verdankt.

Außerhalb des Römischen Reiches beteten die Menschen in Afrika, Asien und Australien die Natur, Dämonen und ihre eigenen toten Vorfahren an. Hier in Nordamerika hatten die Stämme viele verschieden Kulte, aber keiner hatte eine Offenbarung über den Messias. In Südamerika beteten Millionen einen blutrünstigen Gott an, der zehntausende Menschenopfer forderte.

Als Jesus auf die Erde kam, gab es nur eine winzige Nation im Nahen Osten, die eine Offenbarung über den einen wahren Gott hatte, und selbst deren Einwohner lebten in einer Zeit großen Zweifels. Die ganze übrige Welt war verloren in Finsternis, wie der Apostel Paulus schrieb:

… ihr, die ihr einst Heiden … wart … in jener Zeit ohne Christus wart … ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt – Epheser 2,11-12 SLT

So war der Zustand der Welt vor 2.000 Jahren. Denke einmal darüber nach, wie gesegnet die Welt heute ist. Das Evangelium wird in jedem Winkel der Erde gepredigt. Das Christentum explodiert in seinem Wachstum überall auf der Welt, über 200.000 Menschen werden jeden Tag zu wiedergeborenen Christen. In China werden jeden Tag 20.000 Menschen wiedergeboren und in Südamerika 35.000 pro Tag. Insgesamt werden in jeder Arbeitswoche über eine Million Menschen zu Christen.

Der winzige Same, der in dieser kleinen Nation Israel auf die Welt kam, wuchs so sehr, dass er mittlerweile die Erde durchdringt. Das Christentum ist heute tatsächlich die größte, einflussreichste Kraft der Menschheit auf der Welt.

Dennoch sollten wir uns keine Utopie vor der Tür ausmalen. Bis Jesus zurückkehrt wird es einen Kampf zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit geben. Möglicherweise liegen viele schwierige Zeiten vor uns, und in Zuständen von Krieg, Hunger, Krankheit und Mangel können Menschen auf die Ebene von Tieren herabsinken. Wir verstehen, dass die menschliche Natur zerbrechlich und vielen Mängeln unterworfen ist. Deshalb dürfen wir keine unverbesserlich optimistische Sichtweise auf die Zukunft einnehmen.

Dennoch können wir uns sicher sein, dass die Welt moralisch, ethisch und geistlich gesehen immer besser wird. Natürlich müssen wir Christen wachsam bleiben, und es liegt noch viel Arbeit vor uns, doch dürfen wir die Tatsache nicht vergessen, dass wir an Boden gewinnen. Das Reich Gottes breitet sich aus, und Jesus Christus ist Herr. Daraus können wir schließen, dass die christliche Weltsicht eine Realistische, Optimistische sein sollte.

Hat dich das, was du gerade gelesen hast, herausgefordert? Vielleicht musst du es sogar noch einige Male lesen, um zu erfassen, welche Umstellung im Denken von dir verlangt wird. Aber wenn du bereit bist, dich noch weiter herausfordern zu lassen, wird dich das folgende Zitat von Autor James Ruth noch einen Schritt voranbringen:

Wachstumsrate heute

Der wachsende Kern der Christenheit überschreitet theologische Grenzen und zählt 707 Millionen wiedergeborene Christen, die um 8 Prozent pro Jahr zunehmen. Diese „kernapostolischen“ Christen sind eine einflussreiche Kombination aus Charismatikern, Pfingstlern und Evangelikalen, deren Hauptmerkmal darin besteht, dass sie sich in wachsenden, miteinander vernetzten und leicht erfassbaren Netzwerken aufhalten.

Der Begriff schließt diejenigen Gruppierungen aus, die in ihrer Theologie so liberal, in ihrer Struktur so isoliert oder in mittelalterlicher Tradition so tief verwurzelt sind, dass sie, wenn überhaupt, nur wenig wachsen.

Wir verlassen uns auf Gott, nicht auf statistische Trends. Dennoch ist es faszinierend festzustellen, dass die aktuelle kernapostolische Wachstumsrate eine Welt hervorbringen würde, die bis zum Jahr 2032 vollständig aus apostolischen Christen bestehen würde! Selbstverständlich sind geradlinige Übertragungen irreführend, weil das Leben nie geradlinig verläuft. Es wird Bereiche des Widerstands geben und unerwartete Durchbrüche. Trotzdem würde es – um auf humorvolle Art präzise zu sein ­– bei der gegenwärtigen Wachstumsrate im Herbst 2032 mehr Christen als Menschen geben, etwa 8,2 Milliarden.

In jedem Fall nehmen die neuen Gegebenheiten ein gigantisches Ausmaß ein. Die Zukunft Ihrer Welt wird zu genau dieser Stunde geschrieben. Beispiele:

  • Bis zum Jahr 1960 waren westliche Evangelikale nicht-westlichen Evangelikalen – hauptsächlich Latinos, Schwarzen und Asiaten – zahlenmäßig um das Doppelte überlegen. Bis zum Jahr 2000 überholten die nicht-westlichen Evangelikalen im Verhältnis vier zu eins. Bis 2010 werden es sieben zu eins sein! (Stelle das in deinem Hinterkopf ab für das nächste Mal, wenn jemand das Christentum als „Religion des weißen Mannes“ beschimpft.)
  • Wenn du an einem Sonntagmorgen durch Lateinamerika spazierst, wirst du mehr Evangelikale im Gottesdienst finden als Katholiken.
  • Sobald wir Gemeindemodelle entwerfen, die für Hindus kulturell akzeptabel sind, könnten wir weitere 70 bis 100 Millionen indische Christen vom Untergrund an die Öffentlichkeit treten sehen.
  • Inzwischen werden mehr Missionare von nicht-westlichen Ländern als von westlichen Ländern ausgesandt.

Beginnen Sie, den Umriss der neuen Welt zu sehen? Gott schreibt Geschichte, aber das menschliche Auge tut sich schwer, seine Handschrift zu lesen – nicht, weil er zu klein schreibt, sondern weil seine Handschrift zu groß ist.

Alle 25 Minuten werden 3.000 Menschen wiedergeboren

Als ich als Kind in der Sonntagsschule war, war ich davon beeindruckt, dass 3.000 Menschen an Pfingsten gerettet wurden. Ich dachte: „Wow, das wird es nie wieder geben!“

Wie sehr ich mich irrte. Das geschieht alle 25 Minuten auf dem Globus.

Das summiert sich schnell auf. Seien Sie ermutigt: Bis morgen wird es 175.000 Christen mehr geben, als es heute gibt. Das bedeutet, dass egal, wie miserabel Ihr Tag heute ist, egal, wie viel heute drunter und drüber ging, wenn die Sonne morgen aufgeht, Sie 175.000 neue Brüder und Schwestern in Christus in 238 Nationen auf der Welt haben werden!

Ein Beispiel dafür, wie diese Zahlen heute zusammenkommen können: In Lagos, Nigeria, führte Reinhard Bonnke im November 2000 die größte Evangelisation der Weltgeschichte durch. Während der sechs Tage und Nächte kamen knapp sechs Millionen Menschen. 3.400.000 gaben eine Entscheidung für Christus an – 1.093.745 von ihnen allein am letzten Abend!

Ein wesentlicher Bestandteil der Bewegung des Heiligen Geistes: Hundertausende wurden von allen erdenklichen Leiden geheilt. Viele von ihnen wurden von den 1.000 Ärzten „durchgecheckt“, die jeden Abend zu diesem Zweck kamen.

Vielleicht fragen Sie: „Selbst wenn strukturierte Deutsche am Werk sind, wie um alles in der Welt bewältigten sie so viele Neubekehrte?“ Die Antwort ist: Sie hatten 30.000 Platzanweiser und verbrachten sechs Monate damit, 200.000 Seelsorger auszubilden!

Campus für Christus schätzt mittlerweile, dass wir innerhalb der nächsten zehn Jahre eine Milliarde Neubekehrte sehen werden. Meine Zahlen sagen ein Nettowachstum des Leibes Christi von eineinhalb Milliarden vorher. So oder so breitet sich das Reich Gottes im Sekundentakt aus. Ich meine das nicht auftrumpfend oder arrogant, ich berichte nur die Zahlen. Von 1970 bis 2000 verdoppelten sich die Kernapostolischen alle neun Jahre.

Aus unserem Blickwinkel in Nordamerika und Europa, wo sich die Gemeindemitgliedschaft im Leeren verläuft, klingt das wie ein Ammenmärchen. Aber es ist wahr. Das ist der größte überdimensionale Wandel in der Geschichte. Können Sie sich irgendeine Zeit ins Gedächtnis rufen, zu der über eine Milliarde Menschen ihr Leben und ihre Loyalität in einer Generation so freudig änderten?

Mit den gegenwärtigen Zahlen wird der Charakter ganzer Nationen innerhalb weniger Jahre verwandelt sein. Mehrheiten werden zu Minderheiten werden und umgekehrt.

Wenn nationale Sündenbollwerke niedergerissen und Elendslöcher gereinigt werden, wird die wahre Absicht Gottes für viele Nationen offenbar werden. Wir sind im frühen Stadium eines kompletten Wandels unseres Planeten.

 

Wir haben nur Grund zu Optimismus

Oha, du bist immer noch da, obwohl hier so viel Text steht? Respekt, Respekt! 🙂

Die Zahlen sind abgefahren, nicht wahr? Ich hoffe, dieser Artikel hat dich genauso ermutigt wie mich. Das Reich Gottes breitet sich tatsächlich unaufhörlich aus. Die Welt wird nicht dunkler, sondern immer heller. Die besten Zeiten liegen noch vor uns. Und wir dürfen Hand in Hand mit Gott ein Teil von diesem Übernahmeplan des Planeten sein. Es ist so spannend!

Hach, Leute, es begeistert mich jedes Mal wieder, wenn ich darüber nachdenke. Lasst uns unsere Perspektive ändern und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Wir haben allen Grund dazu!

Ich lieb euch. Eure Mirjam


Quellen:

Jonathan Welton, Normal Christianity: If Jesus is normal, what is the church? (Shippensburg, PA: Destiny Image, 2011) aus dem Englischen übersetzt

Harold Eberle, Christianity Unshackled, Are You a Truth Seeker? (Shippensburg, PA: Destiny Image, 2009), 264-267, aus dem Englischen übersetzt

James Rutz, Mega Shift, Igniting Spiritual Power (Colorado Springs, C: Empowerment Press, 2005), 25-27


Beitragsbild: PIRO4D