Gottes Stimme hören (Teil 2) – Meine Story

Vielleicht hast du ja auch schon alles mögliche versucht, um Gott reden oder um Gott besser reden zu hören, aber das Resultat war nicht so befriedigend. Been there, done that. 🙂

Ich weiß alles über Gott, aber kennen tu ich ihn nicht

Checkt meine Bio aus (Über mich) für genauere Infos über mein Leben, aber ums kurz zu machen: Ich hab die ganze christliche Karriere durchlaufen. Kinderstunde, -kirche, Jungschar, Konfirmation, Jugendkreis, Glaubenskurs, Schülerbibelkreis – check, check, check, check, check, check, check. 😀

Meinen Eltern verdanke ich so ne gute Prägung, für die ich mega dankbar bin, (hiermit grüße ich Mama und Papa 😀 ) und die Bibelcomic-, Guter Start- und Teensmag-Bildung (no worries, falls dir das nichts sagt). Heißt auf Deutsch: Im Alter von 16 Jahren wusste ich so ungefähr alles über Gott und die Bibel. (Ich hab auch immer gewonnen beim Bibelfußball, hehe. Falls dir das auch nichts sagt: Witziges Jungscharspiel, bei dem man nur gewinnen kann, wenn man weiß, wie die Bücher in der Bibel angeordnet sind, und ich war der Neeeeerd. 😀 )

„Stille Zeit“ machen, Bibellesen, Gemeinschaft mit anderen Christen haben, das war alles am Start. Lobpreis hab ich auch gekannt und gemocht. Und ab und zu, wenn ich was Cooles erlebt habe, wusste ich: Ha, das war bestimmt der Gott. Aber so ganz persönlich was von ihm mitbekommen, nur er und ich, seine Gegenwart spüren, von seiner Liebe überwältigt werden, best buddies sein, „Bilder“ und Visionen sehen (huhuu, voll abgefahren immer, wenn jemand sagte: „Ich hab da so ein Bild….“, oder „Ich hab den Eindruck, dass Gott…“, krasse magic), übernatürlich Sachen mitbekommen … das sah bei mir eher mau aus.

Versuch 1: Die übliche Erklärung, wie Gott redet, hat mir nicht weitergeholfen

Aber ich hab alles probiert, so gefühlt. Das übliche Teaching hat mir nicht weitergeholfen: Wie redet Gott? – Antwort: Durch die Bibel. Durch andere Menschen. Durch Situationen. Durch Lieder. Und so weiter.
Aber keine Ahnung, woher ich weiß, ob das gerade Gott ist, der da redet oder nur der andere Mensch… Verstehst du, was ich mein? 😯

Versuch 2: Gedanken aufgeschrieben . . . und weggeworfen

Mit 15 war ich in Bad Liebenzell auf nem Gebetskongress für Teens. Der war echt hammer. An einem Tag sollten wir alle rausgehen und von Gott hören. Zuerst spazier ich einfach so in der Gegend rum, denke meine üblichen wirren Gedanken. Irgendwann fällt mir auf: Haha, witzig, das ist ja fast wie ein Dialog in meinem Kopf. Ich hole Stift und Notizbuch aus meiner Tasche heraus und beginne aufzuschreiben. Irgendwie berührt es mich … aber das kann nicht Gott sein. Also nehme ich die Seiten, reiße sie raus und werfe sie in den Müll.

Kleines, dummes Mirjam. 😆

Versuch 3: Wenn ich nichts von Gott höre, kann er mir später auch nichts vorwerfen

Und dann hatte ich noch so ne Phase, in der dachte ich, dass es vielleicht sowieso besser ist, nichts von Gott mitzubekommen. Stell dir vor, ich habe gerade Mittagspause und laufe durch die Fußgängerzone. Dabei sehe ich einen obdachlosen Bettler am Rand sitzen, sofort schießen mir die Gedanken durch den Kopf:

„Nein, ich will jetzt nicht zu dem Penner da gehen und für ihn beten. Aaaach, dieses verdammte, schlechte Gewissen. Das ist bestimmt Gott, der jetzt will, dass ich genau DAS tue, was ich nicht tun will. Ich trau mich nicht.“ … *schnellweiterlaufen* …

„Puh, immer noch dieses schlechte Gewissen. Gott ist jetzt bestimmt enttäuscht von mir.“ … *funkstille* …

„Ok, irgendwann muss ich ja mal wieder mit Gott reden. Gott, es tut mir Leid, ich bin so ein Versager. Bitte vergib mir.“ … *bestimmtvergibtermir-eristjaGott* …

„Ok, Danke, Gott.“

Und das ganze wieder von vorn, juhuu…*facepalm*

(Ich hoffe für dich, dass es dir nie so ging wie mir hier, aber falls doch: Ich weiß, wie sich das anfühlt, und es ist echt kacke, aber es gibt Hoffnung!! 🙂 )

Irgendwann zu dieser Zeit dachte ich mir, schlau, wie ich bin: Ha, wenn ich nicht mitbekomme, was Gott von mir will, kann er mir später auch nicht vorwerfen, ich sei ungehorsam gewesen. Also habe ich den Entschluss gefasst, nicht mehr Gottes Stimme hören zu wollen.

Wahrscheinlich seid ihr ein bisschen schlauer als ich und könnt euch denken, dass das ne ziemlich beknackte Entscheidung war. 😀 Ich hab später auch fett Buße getan dafür, weil ich irgendwann gemerkt habe, dass es auch keine Lösung ist, nichts mehr von Gott zu hören. 😀

Hunger

Aber ich wusste, es gibt einen riesen Unterschied zwischen alles-über-Gott-wissen und Gott-persönlich-kennen-und-erleben. Den Stein ins Rollen brachten ein paar Personen, denen ich begegnet bin und ein paar Bücher und Predigten, die ich mir reingezogen habe. Diese Menschen und Geschichten haben gereicht, um einen riesen Hunger in mir anzufachen und zu zwei Erkenntnissen zu kommen:

  1. Gott redet zu manchen Menschen und sie erleben mega coole Sachen.
  2. Bei mir ist das nicht der Fall. (Diese Erkenntnis war nicht allerdings neu. 😛 )

Dass es doch möglich ist, sowas mit Gott zu erleben, obwohl ich nichts mitkriege, hat mich auf eine Reise geschickt. „Gott, ich MUSS herausfinden, wie du redest. Es kann doch nicht sein, dass du deinen Sohn auf die Welt schickst, um mich zu retten und die Beziehung zu dir wiederherzustellen, und dann redest du nicht mit mir. Das kann ich mir nicht vorstellen. BITTE … sprich zu mir!!!“ Also, ich war irgendwann echt verzweifelt.

Ich hatte so eine Sehnsucht danach, Gottes Stimme zu hören und ihn wirklich und in echt kennenzulernen.

Ich hab mir dann überlegt, was ich nach der Schule mache. Ich wollte auf jeden Fall ins Ausland, aber weil ich so Hunger danach hatte, Gott echt zu erleben, hab ich zu ihm gesagt, er soll mich dahin bringen, wo ich ihn am besten kennenlernen kann. Es ist nochmal ne extra Geschichte (vielleicht erzähl ich die mal), auf jeden Fall bin ich dann in Toronto gelandet. Und damit hat für mich das wirkliche Abenteuer mit Gott erst angefangen.

Klicke hier bzw. hier,wenn du weiterlesen willst, was in der Bibel steht über Gottes Stimme hören

Klicke hier, wenn du gleich das Ende diese Gottes-Stimme-hören-lernen-Geschichte in meinem Leben lesen willst. (Falls du überhaupt noch was lesen kannst, nachdem ich jetzt so viel gelabert habe, hehe.)